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Samstag, 14. Mai 2016

Heast das net....

...wia die Zeit vergeht...


So viel Zeit ist vergangen, so viel passiert.
Mittlerweile bin ich Großgrundmitbesitzerin mit einem großen Haus. Sehr teuer, ungewollt, naja. Hat mich meine Ersparnisse und mehr gekostet- aber ich habe mir unabhängig davon noch einen Wunsch erfüllt, den ich im Herbst einlösen werde. Wofür ist man jung und dynamisch, wenn nicht um mehrere Jobs bedienen zu können- wird schon wieder!

Mein doppelter Strecksehnenriss in der rechten Hand... schmerzt, ist dick, funktioniert nicht. Und ja- natürlich bin ich selber schuld. Ich mag diese Unselbständigkeit einfach nicht. Danke an alle, die mir so aufopferungsvoll geholfen habe- es war wirklich toll- aber ... ne. Ich kann das nicht.

Dieser Stress im Dienst- ich bin über mich hinausgewachsen. Mittlerweile habe ich eine so kaputtmachende Egalhaltung eingenommen- ungesund. Ungesund auch für meinen ehemaligen besten Freund, den ich seit einem Jahr suche. So egoistisch, so herablassend, so feige. So uninteressiert. So kaputt machend. Nicht nur mich. Vor allem sich selber. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht auch noch nach mir- das mag sein.
Ich habe alles erledigt was ich machen wollte- ich kann gehen.

Familie. Glücklich. Außer dieser einen Sache, die mich seit Jahren begleitet.....Noch vier Wochen, dann habe ich es geschafft. Vier Wochen! Dann kann ich vielleicht auch wieder schlafen. Ich hoffe es so sehr, So sehr!

Danach? Leben! Den Sommer genießen. Haltlose Freunde gehen lassen. Auf den Herbst freuen- und das mit Leib und Seele- endlich den Wunsch erfüllen.

Freitag, 22. Januar 2016

Blogstöckchen

Kurz bevor mein Blog und ich einschlafen, kam ein Stöckchen von PlanC_.
Da ich dem Stöckchen nicht ausweichen konnte, nun meine Antworten zu seinen Fragen:

  1. Eule oder Lärche?

    Hm...Ich glaube Lärche. Oder nein: Betta splendens. Wildform. Die sind es!
  2. Angenommen, es gäbe so etwas wie Wiedergeburt: Als was würdest nach deinem hoffentlich noch fernen Hinscheiden gerne erneut das Licht der Welt erblicken?

    Das habe ich mich tatsächlich schon oft gefragt. Auf keinen Fall möchte ich irgend ein Tier sein. Kein Stein, kein Gemüse, kein Obst, kein Plankton. Bleibt eigentlich nur Mensch. Mit einer neuen Chance alles gut zu machen.
  3. Nach was bis du süchtig?

    Nach Leben. Definitiv.
  4. Was vermisst du, wenn du reist?
    Am Anfang gar nichts, aber irgendwann die Normalität. Mein zu Hause.
  5. Wofür bist du absolut nicht geeignet?

    Jemanden gute Ratschläge in Sachen Konsequenz zu erteilen
    Technische Dinge verstehen
    Männer verstehen
  6. Hast du ein echtes Hobby?

    Oh ja, Das DRK und lesen. Ich gehe gerne schwimmen, liebe mein Sofa, mag Unterhaltung und liebe es, Zeit mit tollen Menschen zu verbringen
  7. Kannst du ein Gedicht auswendig vortragen? (Zicke-zacke Hühnerkacke gilt nicht.)

    Leider. Knecht Ruprecht. Unter anderem. Ich glaube sogar noch einige andere zusammen zu bekommen.
  8. Welche Macke würdest du dir gerne abgewöhnen?

    Meine gnadenlose, mir so viel kaputt machende Inkonsequenz.
  9. Wem wärst du lieber nie begegnet?

    Das traue ich mich hier nicht zu schreiben. Aber ich wäre glücklicher jetzt.
  10. Magst du Hunde? Und Hundehalter?

    Ich mag Hunde und ich mag mich.
  11. Magst du den Karneval?

    Ja. Ich mag Karneval in der Mischung, in der ich Karneval begehe:
    Einen Karnevalszug (mindestens) privat anschauen. Einen oder zwei dienstlich begleiten. Eine Sitzung privat besuchen. KEINE Sitzung dienstlich begleiten (das ist der Horror ab einer bestimmten Uhrzeit). Eine Karnevalsparty  privat- immer Freitags, da das der Tag ohne Züge, ohne Sitzung und ohne Dienst ist.
    Ich mag Karneval, da die Berliner Freunde jedes Jahr kommen. Ich mag Karneval, da ich mit den Menschen, mit denen ich zusammen bin, toll feiern und arbeiten kann. 

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Leben ruinieren

Das Leben ist keine gerade Linie. Das Leben ist keine Zeitachse mit zu erreichenden Meilensteinen. Es ist in Ordnung, wenn du nicht die Schule fertig machst, heiratest, einen Job findest, der dich weiterbringt, eine Familie gründest, Geld verdienst und ein komfortables Leben lebst, wenn du so und so alt bist.
Es ist auch in Ordnung, wenn du das machst, solange dir klar ist, dass die Welt dich nicht verachtet, wenn du nicht mit 25 verheiratet und mit 30 Vizepräsident oder auch einfach nur glücklich bist. Du darfst auch Schritte zurück machen. Du darfst herausfinden, was dich inspiriert. Du darfst dir auch einfach Zeit nehmen und nachdenken - das vergessen wir häufig.
Wir wählen eine Uni direkt nach der Schule, weil es nun mal richtig ist, zu studieren. Wir nehmen direkt nach der Uni einen Job an, selbst wenn uns unser Studienfach nicht gefallen hat, weil wir das jetzt eben so entschieden haben. Wir gehen jeden Morgen ins Büro, weil wir das Bedürfnis haben, finanziell endlich auf eigenen Beinen zu stehen.
Wir machen den nächsten Schritt und den nächsten und den danach, alles in dem Glauben, wir würden eine Art Lebenscheckliste abarbeiten und eines Tages wachen wir auf und sind depressiv. Wir sind gestresst. Wir fühlen Druck und wissen nicht, wieso. So ruinierst du dein Leben.
Du ruinierst dein Leben, indem du dich für die falsche Person entscheidest. Und was ist mit deinem Bedürfnis, Beziehungen zu beschleunigen? Warum sind wir so verliebt in die Idee, jemandes Person zu sein und nicht in die Idee überhaupt eine Person zu sein?
Glaub mir, wenn ich dir sage, dass eine Liebe, die aus Nutzen, aus dem Wunsch nicht alleine schlafen zu müssen entsteht, die unser Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und nicht unser Verlangen nach Leidenschaft stillt, keine Liebe ist, die dich inspiriert, wenn du dich morgens um sechs umdrehst und deinen Arm um sie legst.
Strebe danach, grundlegende Liebe zu entdecken. Die Art von Beziehung, die dich motiviert, ein besserer Mensch zu werden. Die Art von Intimität, die selten und nicht einfach opportun ist. "Aber ich will nicht alleine sein," ist dann gerne das Argument. Sei alleine. Iss alleine, führ dich selbst aus, schlaf alleine.
Tief in dir drin wirst du so etwas über dich selbst lernen. Du wirst wachsen. Du wirst herausfinden, was dich inspiriert. Du wirst deine eigenen Träume, deine eigenen Überzeugungen und deine eigene großartige Klarheit sehen und pflegen. Und wenn du die Person triffst, die deine Zellen zum Tanzen bringt, wirst du dir sicher sein, weil du in dir selbst sicher bist.
Warte darauf. Bitte. Ich dränge dich, darauf zu warten, dafür zu kämpfen, dir dafür Mühe zu geben, wenn du das schon gefunden hast. Denn das ist das Schönste, was dein Herz je erleben wird.
Du ruinierst dein Leben, indem du es von deiner Vergangenheit regieren lässt. Es ist wahrscheinlich, dass dir bestimmte Dinge im Leben passieren. Es wird gebrochene Herzen geben, Verwirrung, Tage, an denen du dich wertlos fühlst. Es gibt Momente, die dir in Erinnerung bleiben werden. Worte, die an dir haften. Du darfst dich davon nicht definieren lassen. Das waren nur Momente und das waren nur Worte.
Wenn du jedem negativen Ereignis in deinem Leben die Erlaubnis gibst, zu definieren, wie du dich selbst siehst, wirst du die ganze Welt nur negativ sehen. Du wirst Gelegenheiten versäumen, weil du vor fünf Jahren diese eine Beförderung nicht bekommen und dir eingeredet hast, dass du dumm wärst.
Du wirst Zuneigung verpassen, weil du glaubst, dass dein Ex-Partner dich verlassen hat, weil du nicht gut genug warst. Und jetzt glaubst du der Person nicht, die dir sagt, dass du sehr wohl gut genug bist.
Das ist eine zyklische, sich selbst bewahrheitende Prophezeiung. Wenn du dir nicht selbst erlaubst, die Vergangenheit loszulassen mit ihren Ereignissen, Worten und Gefühlen, wirst du deine Zukunft dadurch verschleiert sehen - und nichts wird diesen Bann brechen können. Du wirst dadurch nur ein Bild von dir, das es gar nicht geben sollte, rechtfertigen, nähren und am Leben halten.
Du ruinierst dein Leben, wenn du dich selbst mit anderen vergleichst. Die Zahl deiner Instagram-Follower steigert oder schmälert deinen Wert als Mensch in keinster Weise. Das Geld auf der Bank beeinflusst weder dein Mitgefühl, deine Intelligenz oder dein Glück.
Die Person, die doppelt so viel hat wie du, hat dadurch nicht doppelt so viel Glück wie du. Wir verheddern uns in den Dingen, die unsere Freunde liken oder denen unsere Partner folgen und am Ende des Tages ruiniert das nicht nur unser Leben, sondern auch unser Selbst. Es schafft in uns ein Bedürfnis, wichtig zu sein und häufig vernachlässigen wir andere, um das zu erreichen.
Du ruinierst dein Leben, indem du dich selbst unangreifbar machst. Wir haben alle Angst, zu viel zu sagen, zu viel zu fühlen, Menschen zu zeigen, wie viel sie uns bedeuten. Aber liebevoll ist kein Synonym für verrückt. Auszudrücken, wie wichtig dir jemand ist, macht dich verletzbar. Das ist einfach so.
Dennoch ist das nichts, wofür du dich schämen solltest. Es liegt etwas atemberaubend Schönes in den kleinen magischen Momenten, wenn du ehrlich zu denen bist, die dir am Herzen liegen. Sag dem Mädchen, dass sie dich inspiriert. Sag deiner Mutter vor den Augen ihrer Freundinnen, dass du sie lieb hast. Sag es, sag es, sag es. Öffne dich. Verschließe dich nicht vor der ganzen Welt, sondern sei stolz darauf, wen und wie du liebst. Das erfordert und gibt Mut.
Du ruinierst dein Leben, indem du es aushältst. Am Ende des Tages solltest du glücklich darüber sein, dass du lebst. Wenn du dich mit weniger als dem, was du wirklich willst, zufrieden gibst, zerstörst du die Möglichkeit, es zu erreichen. So belügst du nicht nur dich selbst, sondern auch die Welt über dein Potenzial.
Der nächste Michelangelo könnte gerade an einem Macbook sitzen und eine Rechnung für Büroklammern ausstellen, weil das seine Rechnungen bezahlt oder weil es praktisch ist oder weil er es eben aushält. Lass dir das nicht auch passieren.
Ruiniere dein Leben nicht. Leben und Arbeit und Leben und Liebe sind nicht unabhängig von einander. Sie sind in Wirklichkeit miteinander verbunden. Wir müssen danach streben, außergewöhnliche Arbeit zu leisten und wir müssen danach streben, außergewöhnliche Liebe zu finden. Nur dann schaffen wir den Schritt in ein außergewöhnlich glückliches Leben.
Bianca Sparacino

Freitag, 20. November 2015

Lieblingsmensch

Da bist du wieder.
Du Lieblingsmensch. Weg warst du- ein halbes Jahr. Komplett weg. Nachdem wir die letzten 3-5 Jahre unsere Leben ausgetauscht hatten und uns gegenseitig Halt gegeben hatten, passte ich nicht mehr. Sagtest du. Aber das war ok- die Änderung in deinem Leben war gut, so dass ich dachte, dass es ein gutes Ende ist. Nicht ganz so verständlich- aber ok. Die Art und Weise war auch nicht verständlich- aber auch das war ok. So kannte ich dich.
Darüber will ich gar nicht schreiben, du kennst das alles- in und auswendig. So wie ich. Also habe ich mein Leben weitergeführt- ohne Lieblingsmensch. So schnell kann man solche Beziehungen- oder Freundschaften - nicht ersetzen- will ich auch gar nicht.
Eines Tages- ich saß in Düsseldorf in einer Fortbildung - kam eine Nachricht von Dir. Über Twitter gingst du auf meine Tweets ein- nach über einem halben Jahr Funkstille. Und ja, ich habe mich erschrocken. Erschrocken, weil ich nicht wollte, dass das alles nochmal- zum vierten mal- passiert.
Meine Angst war unbegründet. Du hattest dich gemeldet, weil dein Leben eine Lüge geworden ist, weil du in etwas hineingeschliddert bist, dass dir nicht passte. Weil du unzufrieden mit dir warst. Und Hilfe brauchtest. Du warst so ehrlich zu sagen, dass du von mir einen Anstoß erwartest. Anstoß, das konnte ich nicht. Aber ich habe dir meine Meinung zu diesen Themen gesagt und erwartungsgemäß nichts mehr von dir gehört. Erwartungsgemäß? Ja, meine Meinung zu dir war nicht mehr so hoch. Dass du dich danach noch mal melden würdest, kam mir gar nicht in den Sinn. Dass du mir erzählst, wie du dich nun entschieden hast, wäre normal und eigentlich zu erwarten gewesen- aber du bist nicht so.
In den kommenden Monaten hörte ich sehr sehr sehr sporadisch von dir. Lieber wäre mir gewesen, gar nichts zu hören. Oder zu lesen. Bis im Juli, wo du mir wieder erzähltest, dass es dir so unglaublich schlecht gehen würde, du gar nicht wüsstest, wo dir der Kopf stehen würde und du einfach nicht mehr weiterwissen würdest.Nach Außen spielst du den Glücklichen- nach innen bist du unzufrieden. Ich habe mir Sorgen gemacht und dir das auch geschrieben. Wieder höre ich einige Wochen nichts- bis plötzlich Fotos aus dem Urlaub kommen. Hach wie schön, dass du so entspannt deinen Urlaub genießt, während ich mir Gedanken mache, wie es dir geht. Deine Antwort? "Es ist ja auch Streß in Kanada von A nach B zu kommen". Ja. Genau. Ist es. Du Armer!
Wo war mein Lieblingsmensch geblieben- der, den ich kannte? Dieser Mensch, der so fürchterlich arrogant und von sich eingenommen mit mir schrieb- der ist es nicht.
Trotzdem kam zwei Monate später die Zeit, in der du dich immer und immer wieder bei mir gemeldet hast. Du hast angerufen, warst nett, hast dich bemüht- und doch immer wieder den Menschen gezeigt, der sich mir im Sommer zeigte. Arrogant und irgendwie... unmenschlich. Das ist hart, ich weiß- aber mir fällt kein besseres Wort ein. Du bist bemüht, sagst, dass es gut wird. Weil du es willst.
Und jetzt kommt mein Part: Ja, ich will natürlich, dass es wieder meinen Lieblingsmenschen gibt- aber er ist weg. Definitiv. Und er kann es auch nicht mehr werden, weil sein Leben sich geändert hat. Sehe eigentlich nur ich das? Wenn jemand unzufrieden ist mit seinem Leben, unzufrieden mit sich- versucht man nicht herauszufinden, woran es liegt und wie man es ändern kann? Oder *nimmt man hin* und *arrangiert sich* - weil es bequemer ist?
Sicher, es gibt solche Menschen- aber das sind nicht die, die ich respektiere.

Nun stehe ich hier vor der Entscheidung, Ob ich den Bemühungen glauben soll, die niemals zu einem Erfolg führen werden- weil die Leben andere geworden sind.

Unfair.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Zeitarbeit

Vor gar nicht allzu langer Zeit war Zeitarbeit das, was man annahm, wenn man gar keine Stelle mehr bekommen konnte. Besser, als Arbeitslosengeld, schlechter, als eine feste Stelle.
Ob es grundsätzlich nicht mehr so ist, vermag ich nicht zu beurteilen- aber in der Pflege ist es leider so.
Der Pflegenotstand hat den Zeitarbeitsfirmen Goldklumpen in die Hände gespielt- leider allerdings auch zum Teil die Pflegekräfte, die ihren Beruf nicht mehr als Berufung ansehen.
Verantwortung übernehmen, den Mensch im Mittelpunkt sehen, pflegen und helfen: All das ist vielen Pflegekräften abhanden gekommen. Da die Fachkräfte sich die Stellen mittlerweile, wenn sie wollen, monatlich aussuchen können, da der Mangel so groß ist, ist Zeitarbeit ein Zauberwort geworden.
Wo kann man sich aussuchen, wann man wie lange und wo arbeitet? Wo kann man Verantwortung abgeben und nur noch anwesend sein? Genau.
Damit machen wir die Einrichtungen für die Generationen über uns bald unbewohnbar. Immer mehr Einrichtungen sind auf Zeitarbeit angewiesen, immer mehr zu pflegende Menschen müssen sich täglich an neue Gesichter, neue Namen, neue Arbeitsweisen gewöhnen. Einarbeitung ist kaum möglich, da es an Stammpersonal mangelt. Schlechte Pflege ist dabei schon fast garantiert. Nicht selten werden Menschen in ihren Zimmern vergessen, da es keine gescheiten Übergaben gab.

Denkt da niemand mit? Wird hier nicht geändert?

Sonntag, 4. Oktober 2015

Gutmenschen

Seit Wochen ist sie in aller Munde- die *Flüchtlingsproblematik*- wobei oft vergessen wird, dass sie schon viel länger in aller Munde sein sollte.
Auffallend ist - und das nervt mich wirklich extrem- wie GUT plötzlich eine Vielzahl der Menschen werden.
Da werden Kleidersäcke gespendet- und natürlich die gute Tat auf Facebook gepostet.
Bettwäsche wird aussortiert- und die gute Tat auf Facebook gepostet.
Es wird sich *ein Bild* von einer Flüchtlingsunterkunft gemacht-und die tiefschürfenden Gedanken dazu auf Facebook gepostet
Es wird erzählt, die Flüchtlinge haben kein Essen- und die Essenswünsche auf Facebook gepostet. Ich könnte es immer so weitererzählen. Wo waren diese Gutmenschen vor einem Dreivierteljahr, als Muffendorf eröffnet wurde? Wo waren diese Menschen vor zwei Jahren, als das Paulusheim mit Flüchtlingen gefüllt wurde?
Die eigentliche Arbeit wird von diesen Menschen nur erschwert und behindert. Sagt man das jedoch öffentlich, wird man angegriffen- man sei doch SO GUT:
Ich sag es jetzt mal: Es kotzt mich an. Einem Bettler seid ihr nicht in der Lage, einen Euro in den Hut zu werfen- aber auf Facebook könnt ihr euren Heiligenschein nicht heller glänzen lassen.

Erstaunlich für mich ist dabei die Tatsache, dass die wirklichen Gutmenschen, die, die Tag und Nacht die ganzen Alltagssorgen versuchen zu organisieren und die Flüchtlinge Menschen bleiben lassen, Menschen, die für sich selber sorgen dürfen und müssen- dass diese Menschen ihre Taten nicht auf Facebook posten.

Danke an all diese Menschen. Ihr habt einen Heiligenschein verdient.